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Elektrische Uhren


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Jeder der sich mit elektrischen Uhren beschäftigt, wird sich irgendwann die Frage stellen, wie alles begann:

Wer erfand die erste elektrische Uhr?
Wann wurde die erste elektrische Uhr gebaut? 

Eine Antwort auf diese Fragen ist nicht leicht zu geben, selbst die Historiker sind sich  auf diesem Gebiet nicht völlig einig.

Eine Spur führt nach Verona, Italien, wo der Abt G. Zamboni 1812 die "Zambonischen Säulen " entwickelt, die ein Pendel durch elektrische Kraft frei schwingen lässt.

Weiterentwicklung dieser Erfindung durch Prof. Ramis in München, der am 18. März 1815 eine elektrische Uhr vorstellte, die ein Zeigerwerk bewegte.

Etwas später im April 1815 präsentierte Karl Streizig in Verona ebenso eine elektrische Uhr mit Stunden- und Minutenanzeige, die ebenfalls auf dem in Verona entwickelten Prinzip der "Zamponischen Säulen " aufbaute.

Weiter verfolgt wurden diese Erfindungen in München durch  Professor Carl August von Steinheil, der bereits 1839 das Prinzip der elektrischen Pendeluhr zum Betrieb von diversen Zeigeruhrwerken, sprich Nebenuhren, beschrieb.

Ebenso gab es fast gleichzeitig viele Versuche verschiedener Erfinder, z.B. in England, Frankreich, Italien und Deutschland, den elektrischen Strom zum Betreiben von Uhren zu verwenden:

Frankreich

:

Paul Garnier und Breguet

Deutschland

:

Prof.Steinheil und  Matthias Hipp

England

:

Wheatstone und Alexander Bain

In der englischen Literatur wird Alexander Bain als  derjenige benannt, der am 10.10.1840 als erster ein englisches Patent für eine elektrische Uhr erteilt bekam.

Leider konnte er keine Produktion dieser Uhren aufbauen und so kamen nur wenige seiner Zeitmesser auf den Markt, so dass diese Uhren heute zu  gesuchten Sammlerstücken gehören.

In Deutschland und der Schweiz profilierte sich Matthias Hipp (1815 - 1893) im Bau elektrischer Uhren. Der sogenannte Hipp'sche Kontakt findet selbst heute noch in vielen hochwertigen Uhren seinen Einsatz.

 

Wanduhr von Alexander Bain

Tischuhr von Matthias Hipp

 

In Zuge der Industrialisierung wuchs natürlich auch der Bedarf an zuverlässigen Uhren, die an verschiedenen Orten immer die gleiche Zeit anzeigen konnten.

Dieses Problem löste z. B. Matthias Hipp bereits im Jahre 1876 als er eine Uhrenanlage vorstellte, die insgesamt 745 Nebenuhren in 41 Linien steuern konnte.

So entwickelte sich bald die Möglichkeit mit Hilfe einer sogenannten Mutteruhr, zuverlässig viele Tochteruhren / Nebenuhren betreiben zu können.

Durch ständig steigende Nachfrage der Industrie, aber auch des immer mehr zunehmenden Bahnverkehrs, nach solchen Uhrenanlagen, stieg natürlich auch die Anzahl der Firmen, die sich dem Bau von elektrischen Uhren widmeten :

Frankreich

:

Brillié, Ato, Bulle

Deutschland

:

Siemens, Carl Theodor Wagner, später TuN

Schweiz

:

Favag , Zenith

England

:

Synchronome, Gent's of Leicester


In der heutigen Zeit haben die alten herkömmlichen Uhrenanlagen mit Pendelantrieb in der Industrie oder im Bahnbetrieb keine Bedeutung mehr, da sie doch recht wartungsintensiv sind.

Heute werden Uhrenanlagen elektronisch gesteuert und per Funksignal über den DCF 77 - Sender Mainflingen, bei Frankfurt, mit genauer Zeit aus der Atomuhr in der Physikalisch Technischen Bundesanstalt  (PTB)  in Braunschweig versorgt.

Diese kleine, kurze Abhandlung über die Entwicklung elektrischer Uhren, hier besonders der Uhrenanlagen, kann dem interessierten Leser nur einen kleinen Einblick in die vielfältigen technischen Möglichkeiten zum Betreiben elektrischer Uhren geben.

Alle Entwicklungen auf diesem Gebiet hier zu dokumentieren würde sicherlich den Rahmen dieser Homepage sprengen.